Ramadan – Der Monat um an sich zu arbeiten

Freitagspredigt

Mitte Februar, zu Beginn des Monats Rajab, haben Muslime Allah taala darum gebeten, den Monat Ramadan zu erreichen. Haben wir uns genug vorbereitet? Wir müssen Allah dafür danken, dass wir diesen Monat erreicht haben. Ramadan ist der Monat der Vergebung und der Veränderung. Es sind nur abgezählte Tage.

Für das Fasten gibt es drei Stufen:

1. Das Fasten der normalen Leute, das heißt, man erfüllt die äußeren Merkmale des Fastens, indem man auf Essen und Trinken etc. verzichtet.

2. Das Fasten der Elite, dies bedeutet, dass man mit allen Sinnen und Organen fastet. Augen, Ohren, Zunge, Hände, Füße etc. fasten mit. Z.B. sollte man während des Fastens nicht lügen. Der Prophet, salAllahu aleihi wa Selam, sagte: „Wer die falsche Aussage und das Handeln danach nicht unterlässt, dem liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und des Trinkens enthält.“

3. Das Fasten der Propheten, das heißt, man fastet mit dem Herzen, indem man nur an gutes denkt.

Man fastet nicht nur mit dem Magen und den Gliedern im Ramadan, sondern man versucht, Allah taala näher zu kommen. Daher ist dieser Monat eine Gelegenheit, an sich zu arbeiten. Man sollte sich zum positiven verändern; von der Schwäche kommt man zur Stärke, von der Oberflächlichkeit zur Tiefgründigkeit und vom Misserfolg zum Erfolg.

In diesem Monat sind die Satane in Ketten gelegt, dadurch konzentriert man sich auf sich selbst und seinem Nafs.
Psychologen sagen, dass man ungefähr 30 Sitzungen benötigt, um sich zu verändern. Und der Monat Ramadan hat in der Regel 30 Tage. So sollte man sein Herz reinigen und sich neue Ziele setzen im Leben. Am besten schreibt man am Anfang des Monats auf ein Blatt seine positiven und negativen Eigenschaften auf. Ende des Monats schaut man noch mal darauf um zu sehen, wie erfolgreich man war.

Der Prophet, salAllahu aleihi wa Selam, und seine Gefährten, radi Allahu anh, waren am ersten Tag des Ramadans dankbar, dass sie diesen Monat erreicht haben. Nach einem Hadith kommt Allah taala seinen Dienern für jeden Schritt, den sie auf Ihn zugehen, mindestens zwei Schritte näher. Zudem steht im Koran, dass Allah die Lage der Menschen nicht ändert, ehe sie nicht ändern, was in ihren Herzen ist. Wenn die Tage des Ramadans weniger werden, sollten sich die guten Taten noch mal vermehren, d.h. die letzten Tage und Nächte dieses Monats sollte man besonders intensiv nutzen. Man sollte auch seinen Mitmenschen verzeihen und niemandem Unrecht tun.

Letztendlich ist der Monat Ramadan dazu da, sich Taqwa (Gottesfurcht, Gottesbewusstsein) anzueignen, Allah taala und auch die Menschen um Vergebung bitten sowie sich in seinem Zorn zu zügeln.

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