Alleine sein mit Allah

Alleine sein mit Allah

Alleine sein mit Allah

Freitagspredigt am 19.02.2021

Allah taala sagt im Koran: „Fürchtet den Tag, an dem ihr zu Allah zurück gebracht werdet.“

Diejenigen, die Taqwa (Gottesfurcht) besitzen, werden an jenem Tag zu den Gewinnern gehören. Die aber, welche dem Satan und ihren eigenen Gelüsten folgen, werden die Verlierer sein.

Abdullah ibn Mubarak war ein Gelehrter, den die Menschen respektierten. Auf einer Reise ging er in ein Zimmer, in dem es keine Lampe gab. Ein Schüler wunderte sich, dass er im Dunkeln saß. Aber Abdullah ibn Mubarak hat sich häufig zurück gezogen, um allein mit Allah taala zu reden.

Laut einem Hadith gibt es am jüngsten Tag sieben Gruppen von Menschen, die unter dem Schatten von Allah taala stehen werden. Eine Gruppe werden Menschen sein, die Allah taala im Verborgenen gedachten und deren Augen sich im Gedenken an Allah mit Tränen füllten.

Ich gebe euch drei Ratschläge:

1. Zeit mit Allah alleine zu verbringen. Besonders beim Schlafen gehen sollte man über den Tag nachdenken. Der Mensch sollte erwachen, bevor er stirbt, d.h. stets aufmerksam leben und mit sich selbst abrechnen, bevor mit ihm abgerechnet wird.

2. Das Herz sollte immer mit Allah taala verbunden sein, indem man Ihm z.B. für all die Gnaden dankt, die Er einem gegeben hat. Zudem sollte man Allah taala viel gedenken und beten.

3. Wenn es dem Menschen schlecht geht, sollte man erstmal Allah taala um Hilfe bitten. Es ist empfohlen im letzten Drittel der Nacht aufzustehen, um zu beten und um Vergebung zu bitten. Der Prophet s.a.s. betete nach jeder Offenbarung Qiyam-ul-Lail, das Gebet in der Nacht.

Gerade jetzt kurz vor Ramadan, sollte man sich mit viel Ibada vorbereiten. Um den Koran richtig zu verstehen, sollte man sich von Sünden fern halten, viel beten und Zeit mit Allah allein verbringen.

Jeder Muslim sollte sich darüber Gedanken machen, wo er am jüngsten Tag sein will. Möchte er von Allah taala angesehen werden oder nicht? Wer möchte, dass Allah mit ihm redet, sollte über Seine Zeichen nachdenken ohne Ablenkung wie das Handy etc.

Wenn du Allah taala liebst, bete nachts. Allah taala befahl der Erde denen zu dienen, die Ihm dienen und nicht dieser Welt.

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Freitagspredigt am 29.01.2021

In einem Hadith sagt der Prophet, Sallallahu aleihi wa Selam: „Allah taala hat 99 Namen, 100 weniger einem. Wer diese verinnerlicht, wird das Paradies betreten“ (Bukhari und Muslim). Allah taala beschreibt sich selbst, damit die Menschen ihn kennen lernen. Er möchte, dass wir Ihn mit all seinen Namen, die Er sich gegeben hat, ansprechen. Im Koran ist erwähnt, dass Allah die schönsten Namen besitzt, und wir sollen ihn mit diesen bitten, wenn wir Dua machen, d.h. Bittgebete sprechen. 

Der Prophet, Sallallahu aleihi wa Selam, sagte auch, dass Allah nicht nur 99 Namen besitzt, er hat sogar noch mehr, die wir nicht kennen. Z. B. gibt es ein Bittgebet gegen Trauer, in dem es heißt: „O Allah, ich bin Dein Diener, der Sohn Deines Dieners und der Sohn Deiner Dienerin. Du bist Herr über mich, Deine Entscheidung über mich wird immer ausgeführt und Deine Bestimmung über mich ist gerecht. Ich bitte Dich mit all Deinen Namen, mit denen Du Dich selbst benannt hast oder die Du in Deinem Buch herabgesandt hast, oder die Du einem Deiner Geschöpfe lehrtest, oder die Du mit Deinem verborgenen Wissen bei Dir aufbewahrst, dass Du den Koran zum Frühling meines Herzens, zum Licht meiner Brust, zur Beseitigung meiner Trauer und zum Schwinden meines Kummers machst (Ahmad)„. In diesem Dua, das uns der Prophet, Sallallahu aleihi wa Selam, gelehrt hat, wird Allah taala mit all seinen Namen angesprochen. Beim Lernen von Allahs Namen gibt es drei Stufen. 

Die erste Stufe bedeutet, dass man die Namen kennt und ihre Bedeutung versteht. Dies beinhaltet auch die Beschäftigung mit dem Koran und den Ahadith und bedeutet nicht nur bloßes auswendig lernen. Allah beschreibt sich selbst mit Seinen Namen und wir sollen diese kennen. 

Die zweite Stufe ist die Verwendung der Namen im Alltag, u.a. im Dua. Es gibt z.B. eine Dua, das man im Ramadan spricht: „O Allah, du bist der Allvergebende, Du liebst die Vergebung, darum vergib mir“ (Tirmîdhî)Hier wird ein Name von Allah als Wassila verwendet, d. h. ein Mittel um Ihm näher zu kommen.

Bei der dritten Stufe werden die Namen zum Teil des Lebens eines Gläubigen. Wenn man z. B. weiß, dass Allah AlRahman, der Allerbarmer ist, dann wird man niemals seine Hoffnung auf Ihn und Seine Vergebung verlieren. Zudem sollen wir bestimmte Eigenschaften Allahs auch selbst umsetzen. In einem Hadith heißt es, nur wenn man anderen Menschen auch ihre Fehler verzeiht, wird Allah einem vergeben. Außerdem wissen wir, dass Allah allsehend, allwissend, allhörend ist, also achten wir auf unsere Taten. Es gibt kein geheimes Gespräch zwischen Menschen, dessen Zeuge Allah nicht ist. Allah ist auch AtTawwab, der Reueannehmende, also wissen wir, dass wir Ihn immer um Vergebung bitten können. Allah taala ist auch AlMutakabbir, der Stolze, daher dürfen wir Menschen niemals hochmütig werden und Schwächere unterdrücken. Wenn wir diese Eigenschaft Allahs verinnerlicht haben, werden wir anderen Menschen nicht ihre Rechte nehmen, weil wir wissen, dass jeder Mensch eines Tages sein Recht zurück bekommt und jeder, der Unrecht getan habt bestraft wird.

 

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Den Koran verstehen

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Freitagspredigt am 15.01.2021

Der Koran lehrt den Gläubigen Taqwa, d.h. Gottesfurcht bzw. Gottesbewusstsein. „Oh, ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah, wie es ihm gebührt. “Taqwa bedeutet, alles zu vermeiden, was haram (verboten) ist, alles zu befolgen, was Fard (Pflicht) ist und von den Sunna-Handlungen so viel zu tun, wie man kann. Sunna ist das, was der Prophet Mohammad, Friede und Segen mit ihm, getan oder gesagt hat. Muslime sind dazu angehalten, sich möglichst viel mit dem Koran zu beschäftigen, besonders jetzt, da in drei Monaten der Fastenmonat Ramadan beginnt.

Der Koran ist das Wort Gottes, daher ist es wichtig, ihn nicht nur zu lesen oder sich Koran-Rezitationenanzuhören. Man muss auch versuchen, ihn zu verstehen, so gut man kann. Der Koran ist eine frohe Botschaft von Allah. In einem Hadith sagte der Prophet, Friede und Segen mit ihm: „Es werden Zeiten mit viel Fitna (Versuchungen) kommen, daher haltet am Seil Allahs, dem Koran, fest.“ Der Koran ist wie in Seil zwischen Himmel und Erde. Je fester man sich daran hält, umso stärker ist die Bindung zu Allah. Allah sagt selbst, dass der Koran leicht verständlich ist. Daher müssen wir uns mit seinem Inhalt beschäftigen um die Zusammenhänge zu verstehen, damit wir die Gebote und Verbote Allahs einhalten.

Einige Sahaba wiederholten die ganze Nacht eine Aya aus dem Koran und weinten deswegen. Umar ibn al-Khattab, Allahs Wohlgefallen mit ihm, ist durch eine einzige Aya zum Islam konvertiert. Wir können nur Zugang zum Koran bekommen und ihn richtig verstehen, wenn unsere Herzen rein sind. Durch jede Sünde, die ein Muslim begeht, bildet sich ein schwarzer Fleck auf dem Herzen. Wenn man viel sündigt, ist das Herz irgendwann das ganze Herz schwarz. Das Herz kann nur durch die Tauba, d.h. durch die aufrichtige Reue wieder gereinigt werden. Die Tauba löscht die Sünden wieder aus.

Laut einem Hadith muss der Muslim bei der Koranrezitation mit dem Herzen und dem Verstand aufmerksam zuhören. Leider sind wir heute viel zu oft abgelenkt durch das Smartphone, soziale Medien etc. Der Koran ist eine Rettung vor dem Höllenfeuer und somit auch ein Schlüssel zum Paradies.

Ein Gleichnis zum lesen des Korans: Ein Mann geht zum Arzt, weil ihm seine Ohren wehtun. Daraufhin verschreibt ihm der Arzt Antibiotika. Als diese nicht helfen, geht er am nächsten Tag wieder hin und fragt den Arzt, woran das liegen könnte. Anstatt die Tabletten einzunehmen, hat er sie insein Ohr gesteckt, wo sie nicht wirken können. Das Fazit ist, dass wir den Koran aufmerksam lesen müssen und nicht nur nebenbei.

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Das Bittgebet

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Freitagspredigt am 08.01.2021

Verehrte Muslime,

die Muslime besitzen ein Mittel, das sehr stark ist. Ein Mittel das kein Staat kontrollieren kann, und das jeden Zoll passieren kann ohne bemerkt zu werden. Es ist das stärkste Mittel dieser Welt ist und das ist das Bittgebet. Das Bittgebet verbindet uns sehr stark mit Allah und zeigt uns unsere Stellung zu Allah. Das Bittgebet wird heute nicht mehr so häufig praktiziert, kann aber immer gesagt werden. Wenn wir in jedem Gebet, in jeder Gebetseinheit die Surah al-Fatiha lesen wird es 17 mal am Tag wiederholt: „Ijaka nabudu wa ijaka nastain“ – „Dir alleine dienen wir und Dich alleine bitten wir um Hilfe [1:5]“. Wir Muslime leben in einer Zeit in der viel Unheil gestiftet wird, auch von Muslimen selbst. Es gibt Muslime die lügen, die Geld stehlen, die Zina betreiben, Alkohol trinken und Sünden begehen und dabei vergessen, dass Allah der Einzige ist der ihnen helfen kann.

Das Bittgebet kann in jeder Situation gesagt werden. Ob man glücklich ist oder traurig, ob man sich spirituell stark oder schwach fühlt, ob der Glaube stark oder schwach ist – das Bittgebet kann immer gesagt werden. Das Bittgebet ist eine Sache zwischen Allah und Seinem Diener und ist eine sehr starke Ibada (gottesdienstliche Handlung). Der Prophet Muhammad (sas) sagt, dass das Bittgebet der Kern der Ibada (gottesdienstlichen Handlungen) darstellt. Sobald man ein Bittgebet sagt wird man belohnt.

Es gibt jedoch zwei wichtige Dinge die eine Voraussetzung für das Bittgebet sind: Erstens die Aufrichtigkeit und zweitens die Überzeugung. Der Prophet (sas) sagt: Bittet Allah aufrichtig und seid fest im Glauben, dass Allah euch erhören wird und euch eure Wünsche erfüllen wird. Allah ist der Einzige der euch alles geben kann was Er möchte. Die Sahaba (Gefährten des Propheten) berichten, dass der Prophet (sas) sehr viel Bittgebete gesprochen hat, und manchmal wiederholte er die Bittgebete dreimal.

Es gibt heute sehr viele Muslime, wenn sie ein Bittgebet aufsagen und dann denken, dass das Bittgebet nicht erhört wird, in ihren Glauben geschwächt werden und aufhören Bittgebet zu machen. Sie verlieren ihre Überzeugung gegenüber Allah und sind nicht mehr aufrichtig. Das passiert heutzutage allen Muslimen. Wenn wir Allah z. B. bitten den Menschen in schwierigen Situationen zu helfen, dann aber in den Medien nur negative Nachrichten hören, denken wir das widerspricht sich. Warum ist das so? Allah (swt) liegt immer richtig und Allah hat die absolute Weisheit. Wir Menschen betrachten alles allerdings nur auf einer Ebene.

Hierzu ein Beispiel: Wenn eine Mutter traurig über ihren Sohn ist, nimmt sie ihm vielleicht sein Handy weg und lässt ihn nicht mitessen. Der Sohn fängt an die Mutter zu bitten, dass sie ihm vergibt. Der Sohn bitte sie und weint, und zeigt seiner Mutter in aufrichtiger Weise seine Liebe. Die Mutter erkennt bei ihrem Sohn aufrichtige Reue. Was würde die Mutter also machen? Die Mutter würde ihm vergeben und alles vergessen machen. Wie ist Allah, wenn so die Beziehung zwischen Allah und sein Dienern wäre? Wo Allah doch der al-Razaq (der Versorger), al-Sami‘ (der Hörende), al-Hakim (der Weise) ist. Wie würde Er (swt) seine Beziehung mit uns Menschen pflegen, wenn wir Ihn anflehen?

Allah (swt) erhört jedes Bittgebet, aber das Bittgebet wird in drei verschiedenen Arten erhört. Der Prophet (sas) berichtet uns dies und sagt: Das Dua wird entweder erhört so wie es ist. Z. B. bitte ich Allah darum meinen Bruder gesund zu machen, und Allah erhört das Bittgebet und entfernt die Krankheit von meinem Bruder. Die zweite Art wie ein Bittgebet erhört werden kann, ist das Allah den Menschen durch das Bittgebet vor etwas Schlechtem bewahrt. Zum Beispiel bittet man: „Oh Allah ich bitte Dich, dass ich in diesem Beruf angenommen werde“. Allah kann dich vor einer schlechten Sache bewahren und trotz deines Bittgebets einen anderen Weg gehen lassen, denn es könnte sein, dass dieser Beruf schlecht für dich ist. Die dritte Art wie Allah ein Bittgebet beantwortet ist, dass Allah jemanden sein Bittgebet nicht erfüllt, da er durch seine Weisheit weiß, dass wenn er diesem Menschen seinen Wunsch erfüllt, dieser aufhören wird ihn zu bitten. Allah liebt unsere Stimme und liebt uns Menschen und Er möchte, dass wir nie vergessen, dass Er zu jeder Zeit, in jeder Situation und an jedem Ort immer bei uns ist. Allah möchte, dass wir wissen, dass wir nur bei Ihm Zuflucht suchen können, Ihn um alles bitten können und, dass Er die Macht hat uns alles zu geben.

Verehrte Muslime, nach dem Nachmittagsgebet ist eine sehr besondere Zeit in der sehr viele Gefährten des Propheten (sas) und Gelehrte gesagt haben, dass Allah in dieser Zeit alle Bittgebete erhört. Bittet Allah um alles was ihr wollt, wünscht euch was ihr wollt und so Gott will sind wir alle erfolgreich.

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